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Bioinformation |
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Die Komplexität lebender Systeme ist enorm, sehr viel größer als die der raffiniertesten technischen Systeme, die der Mensch bisher entwickelt hat. Fakten zur Komplexität (molekular-)biologischer Systeme:
Aufgrund der Komplexität ihres Gegenstandes sind die meisten biologischen Disziplinen, auch die der molekularen Biologie und Genetik, immer noch deskriptive Wissenschaften, die eine gewaltige Fülle an Einzelinformationen hervorbringen. Einer Anwendung ihrer Erkenntnisse steht vielfach die Unüberschaubarkeit der Einzelfakten entgegen. Diese Situation kann nur durch einen umfassenden Einsatz der Computerwissenschaften überwunden werden. Mit ihrer Hilfe müssen intelligente Systeme aufgebaut werden, welche die Fülle an Forschungsdaten nicht nur verwalten können, sondern daraus auch verwertbare Informationen bereitstellen. Dazu bedarf es neuer Konzeptionen, die neue Wege zur Publikation wissenschaftlicher Originalergebnisse mit deren datenbankmäßiger Verwaltung und anwenderorientierten Auswertung verbinden. Übrigens: Ein deutlich verbesserter Informationsfluß wird nicht nur für die Umsetzung von Rohdaten aus der molekularbiologischen Grundlagenforschung in die medizinische und industrielle Anwendung förderlich (und langfristig unentbehrlich) sein, sondern wird auch der gesellschaftlichen Diskussion über Chancen und Risiken neuer Technologien auf diesem Gebiet eine sachgerechte Grundlage liefern können. |
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